Gesundes Büro
Fit for Work
Stillsitzen ist "out"
Gegen Verspannungen und Rückenleiden hilft eigentlich ein ganz einfaches Rezept: Nicht so lange stillsitzen. Alles was nicht im Sitzen erledigt werden muss, macht man besser im Stehen - zum Beispiel die Post öffnen und telefonieren. Will man etwas mit Kollegen besprechen, kann man hingehen, statt anzurufen oder eine Mail zu schicken. Drucker, Kopierer und Fax in anderen Räumen unterzubringen, vermindert nicht nur die Schadstoffe in der Luft, sondern schafft auch Bewegung: Jeder Gang hält fit. Regelmäßige Pausen, in denen man einfache Gymnastikübungen machen kann, entlasten ebenfalls den Rücken.
Wer will, kann sich einen Sitzball anschaffen und abwechselnd darauf und auf einem guten ergonomisch gestalteten Bürostuhl sitzen. Es gibt inzwischen sogar Stühle, die sich hervorragend zum "Nickerchen" zwischendurch eignen. Für´s Arbeiten ist so eine "Liege" aber eher nicht so gut. Arbeitsmediziner empfehlen übrigens, dass mindestens ein Viertel der täglichen Arbeitszeit in Bewegung verbracht werden sollte. Das Sitzen sei auf 50 Prozent der Arbeitszeit zu begrenzen.
Mehr Bewegungsspielraum
Damit Bewegung in den Büroalltag kommt, muss das Umfeld stimmen. Es muss "Bewegungsspielraum" lassen. Das bedeutet auch, dass das Büro ausreichend groß sein muss, um sich darin rühren und bequem arbeiten zu können. Dazu gibt es klare Vorschriften:
In einem Großraumbüro etwa muss für jeden Arbeitsplatz eine 12 m² große "Nische" eingeplant werden, Einzelräume brauchen dagegen nur 8 m² groß zu sein (bei einer Raumhöhe von 2,50 m). Nach der Arbeitsstättenverordnung muss sich jeder Mitarbeiter an seinem Büroarbeitsplatz auf einer mind. 1,5 m² großen Fläche frei bewegen können. Wie gut für jeden, der mehr Platz hat!
Alle Stolperfallen auf dem Boden wie lose Kabel, Ordner oder Kartons müssen verschwinden. Schließlich will man gefahrlos durch´s Büro gehen können, ohne immer irgendwo anzustoßen oder Slalom laufen zu müssen.
Und wenn das Büro überquillt mit Akten und Ordnern, Kartons und Papieren? Am besten ordentlich ausmisten. Vieles davon kann bestimmt in den Schredder oder ins Archiv.
Im rechten Licht
Jedes gute Büro hat ein Fenster. Und das muss auch so sein, schließlich will man ja was sehen und nicht immer bei Kunstlicht rumsitzen. Immer nur bei Kunstlicht zu arbeiten, kann sogar krank machen.
Wie hell oder dunkel es jemand mag, ist Geschmacksache, aber auch hierfür gibt es natürlich Vorschriften. Für die meisten Menschen ist eine tageslichtähnliche Beleuchtung am angenehmsten. Deshalb ist es günstig, möglichst nah am Fenster zu arbeiten, ohne dabei jedoch von Spiegelungen und Blendungen auf dem Monitor gestört zu werden. Nötigenfalls schafft eine Jalousie am Fenster Abhilfe.
Wichtig in Sachen Beleuchtung ist außerdem, dass der Raum gleichmäßig hell ist. Im Halbdunkeln nur beim Licht der Schreibtischlampe und des Monitors zu sitzen, macht die Augen unnötig müde. Gelbes, weiches Licht (sog. "Vollspektrumlampen") ist für die Augen am angenehmsten. Es ist dem natürlichen Sonnenlicht am ähnlichsten.




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