www.nextline.de wird seit Dezember 2010 nicht mehr aktiv gepflegt, bleibt aber als Materialsammlung online. Lehrkräfte, Ausbilder und Schüler beziehungsweise Auszubildende finden hier unter anderem die gesammelten Jahrgänge von 2005 bis 2010 aller erschienenen Unterrichtshilfen und ARBEIT UND GESUNDHEIT-next-Ausgaben, teilweise mit Foliensätzen. Diese Materialien sind auch als CD-ROM erhältlich.

Neues Angebot für Lehrkräfte und Ausbilder! www.dguv.de/lug
mehr...

Wespenstiche

Schwarz-gelb geringelte Gefahr

Wespe
Kaffeeklatsch im Freien: Kaum steht der Obstkuchen auf dem Tisch, fühlen sich nicht nur Gäste, sondern auch Wespen magisch angezogen. Alles, was süß ist, hat es den gelb-schwarzen Insekten angetan, ebenso wie der Geruch von Bier oder gebratenem Fleisch. Deswegen solltest du besser zweimal hinschauen, bevor du die Gabel im Mund verschwinden lässt. Stiche in Mund- und Rachenraum können wegen der entstehenden Schwellungen auch für Leute, die nicht gegen Wespenstiche allergisch sind, sehr unangenehm und auch gefährlich werden.

Ein paar einfache Tipps und Tricks können helfen, erst gar nicht gestochen zu werden:
Bei einem Picknick im Freien sollten Speisen und Getränke so lange wie möglich abgedeckt bleiben; wer außerdem mit Strohhalm trinkt, vermeidet ungebetene Gäste in der Mundhöhle ganz sicher.
Und nicht wild um sich schlagen, wenn erstmal etwas herumsurrt! Das macht die Tiere nur aggressiv. Besser: Pusten oder vorsichtig wegschieben und - Ruhe bewahren.

Falls es trotz aller Vorsicht eine Wespe in Mund oder Rachen piekst, solltest du auf jeden Fall so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen.
Wirst du an einer anderen Stelle gestochen, entfernst du zuerst den Stachel. Das muss vorsichtig geschehen, damit durch den Druck nicht noch mehr Wespengift in die Wunde gelangt. Mit einem Kühl-Akku oder einem feuchten Umschlag kannst du dann erreichen, dass es keine dicke Beule an der Einstichstelle gibt und du nicht permanent versucht bist zu kratzen.

Besondere Vorsicht bei Insektengiftallergie


Ein sensibilisiertes Immunsystem reagiert wesentlich empfindlicher auf einen Stich: Durch die Ausschüttung bestimmter Botenstoffe können zum Beispiel Atemnot, Kreislaufbeschwerden und großflächiger Hautausschlag hervorgerufen werden. Ungefähr fünf Prozent der Bevölkerung zeigen nach einem Stich solche Symptome.
Hast du den Verdacht, allergisch zu sein, weil du auf Stiche zum Beispiel mit Übelkeit und Erbrechen reagierst, solltest du dich auf jeden Fall von einem Arzt testen lassen.

Im schlimmsten Fall kann es bei einer Insektengiftallergie zu einem so genannten anaphylaktischen Schock kommen: Dabei fällt der Blutdruck so rapide ab, dass der Betroffene das Bewusstsein verliert und unter Umständen ein Herz-Kreislauf-Stillstand eintritt.

Wenn du allergisch reagierst, solltest du deshalb für den Fall der Fälle immer ein Notfallbesteck bei dir haben, das ein Antihistaminikum und ein Kortisonpräparat enthält. Und: Du musst genau wissen, wie du damit umzugehen hast! Wenn´s ernst wird, hast du keine Zeit, die Gebrauchsanweisung zu lesen oder dich mühsam daran zu erinnern, was der Arzt gesagt hat.

Erste Hilfe: Freunde und Verwandte sollten Bescheid wissen


Beruhigend, wenn auch Verwandte und Freunde in der Lage sind, im Notfall die richtigen Sofortmaßnahmen durchzuführen: Bis der Arzt kommt, am besten flach auf den Rücken legen und die Beine hoch lagern. Bei Bewusstlosigkeit ist die stabile Seitenlage angezeigt - und dabei auf jeden Fall die Atmung beobachten! Denn wenn sie aussetzt, muss sofort mit Beatmung und einer Herzdruckmassage begonnen werden.

Langfristig ist für einen Allergiker oder eine Allergikerin eine Desensibilisierung die beste Lösung. Dabei wird dem Immunsystem beigebracht, nicht mehr so empfindlich auf das Wespengift zu reagieren, indem man es langsam an die Substanz gewöhnt. In der Praxis sieht das dann so aus, dass ein Arzt dir das Insektengift zunächst sehr stark verdünnt, dann in immer stärkeren Konzentrationen spritzt, und zwar drei bis vier Jahre lang jeden Monat. So eine Behandlung ist bei neun von zehn Allergikern erfolgreich. Der Arzt sollte allerdings über ausreichende Erfahrung mit Notfällen verfügen, falls du wider Erwarten doch einmal zu heftig auf die Spritze reagierst.

« zurück [1] [2] weiter »  | Übersicht

Zum Anfang der Seite springen
 


 
Druckversion
Diese Seite empfehlen

 

Zusatzinfo


Die Marienapotheke Stadtkyll
informiert kurz und knapp über
Vorsorgemaßnahmen und Erste Hilfe
bei Wespenstichen:
www.apo.de/..
Für Allergiker: www.dieinternisten.de
Allgemeines zum Thema Desensibilisierung:
www.allergiecheck.de




Sitemap