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Glykämischer Index

Glücklich mit dem Glyx?

Tipps für die Praxis


Gelassen bleiben! Die Sache mit dem Glyx ist noch unausgegoren. Er kann als Orientierung für die Lebensmittelauswahl herangezogen werden, muss aber nicht akribisch verfolgt werden. Wenn du den Glyx anwenden willst, wähle innerhalb einer Lebensmittelgruppe nach dem GI aus, zum Beispiel in der Rubrik

Brot:
Grobkörniges Vollkornbrot statt Weiß- oder Graubrot. Hier gilt die Faustregel: Je mehr ganze Körner, je weniger ausgemahlen das Mehl und je höher der Ballaststoffanteil (auch zugesetzte Ballaststoffe), desto niedriger der GI

Müslis:
Vollkornmüslis und -flocken ohne Zuckerzusatz statt Fertigmüslis mit Zucker, Instantflocken, Cornflakes, Pops und Co. Auch hier gilt: Je mehr ganze Körner, desto besser

Milchprodukte:
Natur statt Fruchtvarianten mit viel Zucker- oder Traubenzuckerzusatz

Obst:
Frisches statt Konserve

Getränke:
Apfel- oder Orangensaft statt Limonaden. Aber Vorsicht: Säfte pur belasten dein Kalorienkonto kräftig. Deshalb immer großzügig mit Wasser mischen. Vermeide vor allem Limonaden, Eistee und Co. als Dauerdurstlöscher und nimm stattdessen Mineralwasser

Verzichte auf Nachsüßen, wann immer möglich. Wer gerne und häufig Kaffee und Tee trinkt, sollte ihn ungesüßt genießen. Versuche, deinen Geschmack umzustellen

Keine Süßigkeiten und Kuchen gegen das kleine Hungergefühl zwischendurch. Wenn du Hunger hast, iss eine richtige kleine Mahlzeit wie ein belegtes (Vollkorn-) Brot oder ein Vollkornmüsli mit Milch und Obst. Durch Wurst, Käse (möglichst fettarm), Butter, Milch und Jogurt bremst du den GI von Brot und Müsli in der Regel wirksam aus

Naschen ist grundsätzlich erlaubt, aber nicht permanent. Besser eine Naschpause mit einem großen Stück Schokolade pro Tag, als viele kleine Stückchen über den ganzen Tag verteilt. Denn sonst kommt der Insulinspiegel kaum zur Ruhe.


Dr. Claudia Osterkamp-Baerens
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