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Prävention
Fettige Haare: Wie man ihnen vorbeugt
[dgk/red 17.11.2009] - Sie gehören zu den Problemen, über die man nicht so gerne spricht: fettige Haare. Ob nun im Berufsalltag oder in der Freizeit, man leidet oft still darunter. Oft trifft es Jugendliche in der Pubertät, bei denen das Haar schon wenige Stunden nach dem Duschen wieder fettig und ungepflegt aussieht.Fett ist für die Haargesundheit grundsätzlich wichtig. Problematisch wird es, wenn die Talgdrüsen dauerhaft übermäßig viel Sebum produzieren. Dann spricht man von Seborrhoe: Es bildet sich ein unangenehmer deutlich sichtbarer Fettfilm auf den Haaren, die Haarfülle nimmt ab, und die Frisur fällt zu strähnig verklebtem Haar zusammen.
Gründe für die vermehrte Fettproduktion Die Menge des produzierten Hauttalges hängt grundsätzlich von der erblichen Veranlagung, von der Wirkung männlicher Hormone und vom Alter ab. So aktivieren Testosteron und Progesteron die Talgdrüsen und führen zu vermehrter Sebumproduktion, während Östradiol sie hemmt. Jede Situation, die das Gleichgewicht dieser Hormongruppen durcheinander bringt, kann eine Seborrhoe nach sich ziehen.
Dies erklärt, dass es besonders während und nach der Pubertät zu verstärkter Haut- und Haarfettigkeit kommt, die meist im Verlauf des dritten Lebensjahrzehnts wieder abnimmt.
Weitere Gründe und verstärkende Faktoren für fettiges Haar können sein: vegetative Probleme, falsche Pflege, anhaltende Stressphasen oder mechanische Belastungen wie häufig getragene Kopfbedeckungen – z. B. die dauerhaft getragene Baseballkappe bei vielen Jugendlichen. Auch jahreszeitliche Schwankungen beeinflussen die Fettproduktion der Haare. Im Winter beispielsweise ist die Talgproduktion verringert, Wärme verstärkt sie eher.
Mögliche Gegenmaßnahmen Nur das regelmäßige Entfernen des überschüssigen Fettes schafft Abhilfe. So kommt es vor allem auf die richtige Pflege an. Betroffene sollten ihre Haare so oft wie nötig (in der Regel mindestens einmal täglich) mit einem besonders milden und leicht entfettenden Shampoo waschen, gegebenenfalls in Kombination mit der Anwendung von selenhaltigen Präparaten oder teerhaltigen Kopfhautgelen. Auch die Anwendung von Trockenshampoos kann sinnvoll sein.
Die Shampoos sollten Substanzen enthalten, die das überschüssige Fett auf den Haaren und auf der Kopfhaut binden und beim Waschen entfernen. Solche Inhaltsstoffe sind beispielsweise Tenside – auf der Verpackung meist als „Sodium Laureth Sulfate“ (sodium lauryl ether sulfate – SLES) oder „Sulfosuccinate“ bezeichnet. Wichtig: Shampoos für fettiges Haar sollten nicht öfter als zwei- bis dreimal pro Woche verwendet werden, denn nicht nur den Haaren, sondern auch der Kopfhaut werden dadurch auf Dauer wichtige Fettsubstanzen entzogen. Jucken und Rötungen der Kopfhaut könnten die Folge sein. Auch beim täglichen Haare waschen ist es besonders wichtig, dass das Shampoo richtig einmassiert wird – und zwar in Haare und vor allem Kopfhaut.
Wenn auch nach den genannten Maßnahmen über einen längeren Zeitraum keine Besserung eintritt, sollte ein Arzt (Hautarzt) aufgesucht werden.
Weitere InformationenÜbermäßige Haarfettung/Seborrhoe,
Seborrhö,
Fettige Haare und fettige Kopfhaut,
Fettiges Haar – was tun?
Quelle: dgk




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