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April 2009

Klobig war gestern

Welche dreieckige Bogenkonstruktion mit je einem Quer- und einem Längsbogen besteht aus 26 Teilen? Richtig, der Fuß! DiesesWunderwerk der Biomechanik hilft uns aufrecht zu gehen, die Balance zu halten und unser gesamtes Gewicht durchs Leben zu tragen. Viele gute Gründe also, gut zu seinen Füßen zu sein – unter anderem mit den richtigen Schuhen.



Statistisch gesehen umrundet der Mensch im Laufe seines Lebens rund viermal die Erde – zu Fuß. Während dieser langen Wanderung machen die Füße einiges mit. Vor allem in der Arbeitswelt stellt der Besitzer seine tragenden Sohlen oft auf harte Proben. Denn nicht immer sitzt der Fuß wohlbehütet in einem passenden Schuh – von professionellem Fußschutz ganz zu schweigen.

Mal angenommen, es fällt eine 20 Kilo schwere Eisenstange aus einem Meter Höhe auf die Zehen. Die dürften danach gebrochen sein, es sei denn, der Fuß steckte in einem Sicherheitsschuh, dem so ein Aufprall nichts anhaben kann. Denn dieser Schuh ist mit einer Schutzkappe aus Metall oder stabilem Kunststoff versehen. Umso unverständlicher ist es, dass auf manchen Baustellen und in vielen Werkstätten und Lagerhäusern Turnschuhe verbreiteter sind als schützendes Schuhwerk – obwohl gerade dort die Füße immer in Gefahr sind. Unfallberichte lesen sich dann so: „In einem Baumarkt sollte auf der Plattensäge eine Spanplatte geschnitten werden. Zwei Mitarbeiter wollten die Platte auf die Werkstückauflage heben. Dabei rutschte einem von ihnen die Platte aus der Hand und traf mit voller Wucht seinen rechten Fuß. Der Bruch und die Quetschung mehrerer Zehen waren die Folge.“

Für die Arbeit im Betrieb heißt das: Wo mit Gefahren für die Füße zu rechnen ist, müssen sie geschützt werden. Beliebt sind Sicherheitsschuhe bei den meisten Mitarbeitern nicht gerade. Warum? Viele denken wohl an schwere, klobige Treter, wie sie in den frühen Jahren des Arbeitsschutzes üblich waren. Doch diese Zeiten sind vorbei. Heute gibt es für alle Zwecke passgenaue, modern aussehende und auch noch bequeme Schuhe, die sich äußerlich kaum noch von Straßen- oder Sportschuhen unterscheiden.

Rechte und Pflichten

Ob jemand bei der Arbeit Sicherheitsschuhe tragen muss, ist keine freiwillige Entscheidung, weder für Arbeitgeber noch für Arbeitnehmer. So muss der Unternehmer generell untersuchen, bevor eine Arbeit aufgenommen wird, ob und welche Gefahren einem Beschäftigten während der Tätigkeit drohen können – das nennt man Gefährdungsbeurteilung. Aus den festgestellten Gefährdungen ergeben sich die zu treffenden Schutzmaßnahmen – beispielsweise das Tragen von Fußschutz.


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