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März 2009

Körperschmuck mit Risikofaktor

Einmal Tattoo, immer Tattoo?

Ein Tattoo ist in der Regel eine Entscheidung für das ganze Leben. Eine Entfernung durch moderne Lasertechnik ist zwar möglich, aber schmerzhaft, sehr aufwändig und teuer. Die Pigmente werden durch den Laser so stark erhitzt, dass sie dadurch zerstört und vom Immunsystem abtransportiert werden können. Je verunreinigter die Farbe oder je farbiger das Tattoo, desto schwieriger die Entfernung. Und trotz aller Sorgfalt bleiben oft Narben, Verfärbungen oder ein leichter Schatten zurück. Eine Behandlung kostet zwischen 75 und 250 Euro, je nach Größe der Tätowierung. Pro Tätowierung sind sechs bis acht Behandlungen nötig. Die Kosten dafür werden nicht von der Krankenkasse übernommen.

Das kann teuer werden

Was viele nicht wissen: Patienten, die auf Grund einer Tätowierung oder eines Piercings krank werden, müssen sich an den Folgekosten beteiligen. Ärzte und Krankenhäuser sind sogar verpflichtet, den Krankenkassen solche Fälle zu melden. Die Kassen holen sich dann von ihren Versicherten bestimmte Kosten zurück. Bei länger andauernder Erkrankung auf Grund von Komplikationen der Tätowierung oder des Piercings droht sogar der Verlust des Krankengeldes.

Nicht unproblematisch: Piercing und Tattoo im Job

Es gibt durchaus Arbeitgeber, die das Tragen von Piercings oder Tattoos aus ästhetischen, hygienischen oder anderen Gründen verbieten. So sehen es die meisten Banken und Versicherungen gar nicht gerne, wenn ihre Angestellten den persönlichen Körperschmuck zur Schau stellen, weil sich dies ihrer Meinung nach nicht mit der Seriosität des Berufs verträgt. Im Polizeidienst sind Tätowierungen nur erlaubt, solange sie von der Dienstkleidung bedeckt werden. Piercings in Pflegeberufen können sowohl für den Träger, als auch für die Patienten zum gesundheitlichen Risiko werden. Einerseits können Keime und Erreger der Patienten sich in den Stichwunden einnisten, andererseits kann auch der Träger eines Piercings die eventuell dort vorhandenen Krankheitserreger auf anfällige und geschwächte Patienten übertragen. Bei körperlichen Arbeiten oder beim Bedienen von Maschinen besteht durchaus eine Verletzungsgefahr, da man am Piercing hängen bleiben kann. In solchen Fällen sollte man sein Schmuckstück für die Dauer der Arbeit ablegen. Der Arbeitgeber regelt so etwas meistens durch spezielle Dienstanweisungen.

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Tätowierung; fotos von Bilderbox/fotolia.com
Die in den Tätowierfarben enthaltenen Farbstoffe können Allergien auslösen




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