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April 2010

Den Durchblick behalten

Die Augen liefern zirka 90 Prozent unserer Sinneseindrücke und sind unser Fenster zur Welt. Man hat nur zwei davon. Es lohnt sich also, sie bei der Arbeit und in der Freizeit zu schützen.



Am Arbeitsplatz sind Schutzbrillen für viele Menschen ein echtes „No-go“. Die üblichen Ausreden der Brillenmuffel hören sich immer gleich an: „Mit den Dingern sehe ich bescheuert aus“, „Die drücken und passen nicht richtig“, „Der Weg zum Schutzbrillenregal war mir zu weit“, „Dauert ja nur kurz, wird schon nix passieren“. Die ehemalige Steinbruchs-Berufsgenossenschaft¹ warnte bereits vor Jahren, dass 56 Prozent der bei ihr gemeldeten Augenunfälle passieren, weil die Versicherten keine Schutzbrille tragen.

Wissen Sie eigentlich, was Sie Ihren Augen so alles verdanken? Dank Ihrer Augen können Sie Farben, Kontraste, Licht und Schatten wahrnehmen. Sie können sichmit ihrer Hilfe sicher bewegen, Auto fahren, lesen, fernsehen, Sport treiben, am Computer arbeiten und vieles mehr. Kein anderes Sinnesorgan hat so einen entscheidenden Einfluss auf Ihre Lebensqualität wie die Augen. Jeden Tag leisten Ihre Augen Schwerstarbeit. Sie leiten permanentwichtige Informationen ans Gehirnweiter, auf die Ihr Gehirn dann schnell reagierenmuss. Überall dort,wo höhere Geschwindigkeiten erreicht werden und schnelle Reaktionszeiten gefragt sind, ist präzises Sehen enorm wichtig.
Quelle: Augen und Augenschutz. Eine Kampagne der BG RCI


So kann’s passieren
Die Ursachen für Augenverletzungen lassen sich grob in folgende vier Kategorien einteilen:

1. Mechanische Einwirkungen Das Auge kann zum Beispiel durch Stäube, Späne, Splitter, andere Fremdkörper sowie Schläge, Stöße oder Stiche verletzt werden. Wie schwer die Verletzung ausfällt, hängt von der Form und der Geschwindigkeit des Fremdkörpers beziehungsweise von der Stärke der Schläge und Stöße ab.

2. Optische Strahlung Zum Beispiel Verblitzung beim Schweißen oder zu starke UVStrahlung. Entscheidend für die Stärke der Augenverletzung sind dieWellenlänge und die Einwirkungsdauer der Strahlung, die auf das Auge trifft.

3. Chemische Einwirkungen Hier geht die Gefahr für die Augen von festen, flüssigen oder gasförmigen Stoffen aus, zum Beispiel von Dämpfen, Nebel und Rauchentwicklungen. Chemikalien können sich in der Tränenflüssigkeit lösen. Am häufigsten sind Verätzungen durch Spritzer flüssiger Chemikalien wie Laugen und Säuren.

4. Thermische, biologische und elektrische Einwirkungen Auch übermäßige Kälte und Hitze mag unser Auge gar nicht. Erfrierungs- oder Austrocknungserscheinungen können die Folge sein. Wer im Lebensmittel- oder medizinischen Bereich arbeitet und sich nicht vor Bakterien, Viren und Sporen schützt, riskiert auch am oder über das Auge lebensbedrohliche Infektionen. Bei Arbeiten mit elektrischer Energie, zum Beispiel bei Schaltarbeiten, können für das Auge gefährliche Störlichtbögen entstehen.


© MSA/Auer
Beispiel für eine Korbbrille


Versprochen: Wer im Internet unter den Suchbegriffen „Augapfelprellung“, „Augenverätzung“ oder auch ganz allgemein „Augenverletzungen“ nach Fotos sucht, greift in Zukunft garantiert zur Schutzbrille.


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