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Juni 2010

Stress? Nicht mit mir

Tief durchatmen: Tipps gegen akuten Stress



Foto: Fotosearch
Die Chefin bittet Sie ganz spontan, bei der Abteilungsversammlung in einer Stunde ein kleine Power-Point-Präsentation vor versammelter Mannschaft zu halten. „Ich kann mich doch auf Sie verlassen, nicht wahr?“ Schock! Adrenalin pur, Blackout. Solchen akuten Stresssituationen ist man mit ein wenig Übung nicht schutzlos ausgeliefert. Suchen Sie sich einen ruhigen Ort, an dem Sie allein sind und sich konzentrieren können. Mit den folgenden Übungen können Sie sich in nur zwei Minuten wieder etwas „runterbeamen“.

ATEMZÄHLEN
Schließen Sie die Augen und achten Sie auf Ihre Atmung. Atmen Sie tief in Ihren Bauch hinein. Zählen Sie mit jedem Einatmen innerlich von 1 bis 10, danach mit jedem Ausatmen von 10 bis 1 zurück.

HIER UND JETZT 120
Richten Sie den Blick auf das Zifferblatt Ihrer Armbanduhr. Warten Sie, bis der Sekundenzeiger die 12 erreicht hat. Verfolgen Sie nun aufmerksam den Sekundenzeiger auf seinem Weg um das Zifferblatt; richten Sie Ihre Konzentration auf den Vorgang des Betrachtens aus; sollten Ihre Gedanken abschweifen, so hat das keine Bedeutung; richten Sie einfach Ihre Aufmerksamkeit wieder auf den Sekundenzeiger aus und „begleiten“ Sie ihn auf seinem Weg. Nach Ablauf von zwei Minuten nehmen Sie wieder die vorherige Tätigkeit auf oder wiederholen die Übung.

KLEINE REISE
Setzen oder legen Sie sich bequem hin. Schließen Sie die Augen und reisen Sie in Gedanken an einen für Sie besonders schönen Ort. Versuchen Sie, diesen Ort mit allen Sinnen wahrzunehmen, also riechen, schmecken, tasten, hören und sehen Sie ihn. Konzentrieren Sie sich intensiv. Kehren Sie mit einem tiefen Atemzug ins wirkliche Leben zurück.

PALMIEREN
Führen Sie die Hände zusammen, wobei die Handinnenflächen sich sanft berühren. Üben Sie nun einen leichten Druck auf die Handinnenflächen aus und beginnen Sie, die Hände kräftig aneinander zu reiben. Durch die Reibung entsteht Wärme. Vorsicht: Nicht zu kräftig reiben! Wenn Sie ein deutliches Wärmeempfinden an den Fingern und Handtellern wahrnehmen, legen Sie die Handballen sanft auf die Augen und Augenumgebung. Die Finger ruhen locker auf der Stirn. Lassen Sie die Wärme und das angenehme Kribbeln ganz nach Ihrem persönlichen Zeitgefühl einige Augenblicke wirken. Genießen Sie die entstehende Entspannung und wiederholen Sie den Vorgang bei Bedarf.

GÖNNEN SIE SICH EINEN COACH
Fühlen Sie sich schneller gestresst als andere? Jede besondere Aufgabe oder Prüfung verursacht Magenschmerzen und schlaflose Nächte? Nervt Sie das? Dann lohnt es sich, schon zu Beginn Ihrer beruflichen Laufbahn ein professionelles Anti-Stress-Seminar zu besuchen. Volkshochschulen, Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und private Dienstleister bieten solche Seminare an, in denen die Teilnehmer lernen, mit dem Thema Stress und persönlicher Belastung anders umzugehen, die eigene Einstellung zu ändern (Stichwort Perspektivenwechsel) und sich die zur Verfügung stehende Zeit effektiver einzuteilen.
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