
Truck Trial-Europameister
Damit rechnen, dass etwas Unerwartetes passiert
Der 26-jährige Holger Brauwers ist Europameister im Truck Trial. Er hat sein Hobby zum Beruf gemacht.„Seit ich Motorsport mache, fahre ich im normalen Straßenverkehr ganz anders, viel ruhiger“, sagt Holger Brauwers. „Ich fahre zwar gerne im Wettbewerb mit anderen, aber nicht auf der Straße.“ „Holgimog“ nennt er liebevoll seinen umgebauten Unimog, mit dem er sich steile Hänge hinunter wagt, Schlammlöcher durchwühlt und Felspassagen meistert. Seit kurzem fährt er auch Truckrallyes.


Truck Trial ist die Kunst, schwierige Streckenpassagen mit möglichst wenigen Fehlern zu bewältigen. „Langsam allein gilt nicht immer“, betont der Europameister. „Mann muss teilweise schon dynamisch fahren und auch schon mal durch Schlaglöcher prügeln, um nicht irgendwo stecken zu bleiben.
Im Truck Trial, so Holger Brauwers, erkennt man einen guten Fahrer daran, „dass er in jeder Situation Ruhe bewahrt und die Nerven behält und eine ausweglose Situation abbricht“, anstatt weiterzufahren und den Lkw umzuwerfen. Schließlich ist das Fahrzeug das Kapital des Truck Trial-Fahrers. Und das leidet eben bei jedem Unfall. Und auch der Co-Pilot leidet mit. Und für den trage der Fahrer ja auch eine große Verantwortung.
Teilweise könne man den Trial-Sport auch auf den Straßenverkehr übertragen, meint der Truck-Profi. Beim Truck Trial müsse der Fahrer ständig damit rechnen, dass etwas Ungeplantes passiert, um reagieren zu können. Im Straßenverkehr müsse eigentlich jeder Autofahrer auch auf etwas Unvorhergesehenes gefasst sein, zum Beispiel dass ein Kind hinter einem parkenden Auto auf die Straße läuft.




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