
Sicherheitskontrolleur
"Die fahren uns den Arsch weg!"
„Wenn ich morgens zur Arbeit gehe, weiß ich nicht, ob ich abends wieder nach Hause komme“, sagt Dieter Pufe. Der 55-Jährige ist Sicherheitskontrolleur an der Großbaustelle auf der A3 bei Aschaffenburg. Er ist dafür zuständig, dass die Autobahnbaustelle vorschriftsmäßig gesichert und gekennzeichnet ist. Seine eigene Sicherheit gefährden oft genug rücksichtslose Autofahrer, die sich nicht an Geschwindigkeitsbeschränkungen und Überholverbote halten.Die Angst um das eigene Leben ist nicht verwunderlich. Im Juli vergangenen Jahres wurden zwei Polizisten in dieser Baustelle getötet, als sie verschobene Warnbaken wieder ausrichten wollten. Ein Lkw hatte sie erfasst. Mit seiner orangeroten Warnweste sitzt Dieter Pufe in seinem weißen Dienstwagen. Die gelbe Signalleuchte blinkt. Prüfend fährt er durch die Baustelle. Sind irgendwo Blinkleuchten an Warnbaken ausgefallen, Warnbaken verschoben oder umgestürzt, ist sein Einsatz gefragt. Mit äußerster Vorsicht steigt er aus. Wo es geht, arbeitet er im Schutz einer Leitplanke oder einer Leitwand.

Die Statistik der Autobahnpolizei Hösbach, die für die Strecke zuständig ist, spricht eine deutliche Sprache: In 15 Monaten Baustelle ereigneten sich 617 Unfälle. Dabei wurden drei Personen getötet, drei schwer und 45 leicht verletzt.




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