www.nextline.de wird seit Dezember 2010 nicht mehr aktiv gepflegt, bleibt aber als Materialsammlung online. Lehrkräfte, Ausbilder und Schüler beziehungsweise Auszubildende finden hier unter anderem die gesammelten Jahrgänge von 2005 bis 2010 aller erschienenen Unterrichtshilfen und ARBEIT UND GESUNDHEIT-next-Ausgaben, teilweise mit Foliensätzen. Diese Materialien sind auch als CD-ROM erhältlich.

Neues Angebot für Lehrkräfte und Ausbilder! www.dguv.de/lug
mehr...
Dieter Pufe

Sicherheitskontrolleur

"Die fahren uns den Arsch weg!"

„Wenn ich morgens zur Arbeit gehe, weiß ich nicht, ob ich abends wieder nach Hause komme“, sagt Dieter Pufe. Der 55-Jährige ist Sicherheitskontrolleur an der Großbaustelle auf der A3 bei Aschaffenburg. Er ist dafür zuständig, dass die Autobahnbaustelle vorschriftsmäßig gesichert und gekennzeichnet ist. Seine eigene Sicherheit gefährden oft genug rücksichtslose Autofahrer, die sich nicht an Geschwindigkeitsbeschränkungen und Überholverbote halten.


Die Angst um das eigene Leben ist nicht verwunderlich. Im Juli vergangenen Jahres wurden zwei Polizisten in dieser Baustelle getötet, als sie verschobene Warnbaken wieder ausrichten wollten. Ein Lkw hatte sie erfasst. Mit seiner orangeroten Warnweste sitzt Dieter Pufe in seinem weißen Dienstwagen. Die gelbe Signalleuchte blinkt. Prüfend fährt er durch die Baustelle. Sind irgendwo Blinkleuchten an Warnbaken ausgefallen, Warnbaken verschoben oder umgestürzt, ist sein Einsatz gefragt. Mit äußerster Vorsicht steigt er aus. Wo es geht, arbeitet er im Schutz einer Leitplanke oder einer Leitwand.

Dieter Pufe kontrolliert ein Signal
Dennoch ist ihm bei seiner Arbeit oft mulmig zumute. Viele Autofahrer fahren viel zu schnell durch die Baustelle und halten zu wenig Sicherheitsabstand. Dabei kann in den engen Baustellendurchfahrten jeder kleine Lenkfehler zu einem Unfall führen. Geduld und Gelassenheit wären wichtige Voraussetzungen, um als Verkehrsteilnehmer sicher durch Baustellen zu kommen. Doch davon kann Dieter Pufe nichts spüren. „Die fahren uns hier den Arsch weg. Das sind Lebensmüde“, meint der Sicherheitskontrolleur. Denn dass es in Baustellen häufig kracht, sollte jeder wissen.

Die Statistik der Autobahnpolizei Hösbach, die für die Strecke zuständig ist, spricht eine deutliche Sprache: In 15 Monaten Baustelle ereigneten sich 617 Unfälle. Dabei wurden drei Personen getötet, drei schwer und 45 leicht verletzt.
 | Übersicht

Zum Anfang der Seite springen
 


 
Druckversion
Diese Seite empfehlen




Sitemap