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Todesanzeige von Marc und Anja

Runter vom Gas

Jedes Unfallopfer ist eines zu viel

Ein Kinospot: Eine Kamerafahrt zeigt eine leere Wohnung im Sonnenschein. Man sieht den Stundenplan eines Schulkindes. In der Küche sitzt eine hungrige Katze. Das Telefon klingelt und während sich der Anrufbeantworter einschaltet, kommt auf einem Schrank ein Bilderrahmen in den Blick. Eine glückliche Familie sitzt auf einem Sofa und lächelt in die Kamera. "Hallo. Hier sind Thomas, Andrea, Laura und Lukas. Wir sind leider nicht da", erklären vier fröhliche Stimmen. Da passiert es urplötzlich: Von Reifenquietschen untermalt krachen die vier Personen auf dem Foto mit voller Wucht gegen die Glasscheibe des Bilderrahmens. Das Glas zersplittert. Jährlich sterben in Deutschland rund 5.000 Menschen bei Verkehrsunfällen. "Runter vom Gas!", lautet die Botschaft des Spots.


Eindrücklich warnt die aktuelle Verkehrssicherheitskampagne des Bundesverkehrsministeriums und des Deutschen Verkehrssicherheitsrates davor, was passieren kann, wenn man zu schnell fährt. "Runter vom Gas!" lautet die Botschaft. Großformatige Plakate an der Autobahn und Anzeigen, die wie Todesanzeigen aussehen, sorgen für Aufmerksamkeit. Neben Fernseh- und Kinospot gibt es auch Radiobeiträge. Die Plakatmotive, verschiedene „Todesanzeigen“, zeigen glückliche und sorglose Momentaufnahmen von Familien, Paaren und Jugendlichen, die durch Rasen und Unaufmerksamkeit im Verkehr starben. Dabei handelt sich es jedoch um gecastete Darsteller, nicht um reale Unfallopfer. Doch sind die Anzeigen- und Plakatmotive tatsächlichen Unfallsituationen nachempfunden.

 

Meist handelt es sich um alltägliche Gründe, die zum schnellen Fahren verleiten können. (z.B. Eile, Überschätzung oder mangelnde Konzentration). Gegenmaßnahmen sind einfach: Wer frühzeitig losfährt, kommt nicht in Zeitdruck und kann gelassener fahren. Wichtig ist es auch, das eigene fahrerische Können richtig einzuschätzen und sich bewusst zu machen, dass Raserei und Risikobereitschaft im Straßenverkehr tödlich sein können.

 

Die abgebildeten Personen stehen symbolisch für das Leid tausender Opfer und ihrer Angehörigen. Überhöhte Geschwindigkeit ist nach wie vor Unfallursache Nummer eins. „Wir wollen den Zahlen ein Gesicht geben“, erläutert Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee den Sinn der Kampagne.

 

Mehr Informationen zur Kampagne, die eindrucksvollen Plakat- und Anzeigenmotive, und die Fernseh-, Kino- und Radiospot zu „Runter vom Gas“ gibt es unter www.runter-vom-gas.de. Auch E-Cards der Plakatmotive werden zum Versand angeboten.


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