Maßgeschneidert
Hochmoderne Rennanzüge bringen Sicherheit
In den 50er Jahren fuhren Formel-1-Piloten noch mit Poloshirt und Lederhaube. Heute tragen High-Tech-Rennoveralls zu ihrer Sicherheit entscheidend bei.
Heute sichern nicht nur moderne Monocoques (Fahrzeugrahmen) aus Kohlefaser die Rennfahrer, wie etwa den deutschen Piloten Timo Glock bei dessen Unfall in Hockenheim Ende Juli. Auch Rennoveralls sind ein wichtiger Baustein im Safetynetz der Formel 1.
"Die Autos, sind schneller geworden, und dadurch auch die Fliehkräfte, die auf uns Fahrer wirken. Die Belastungen sind gestiegen", sagt Rennfahrer David Coulthard. Aber die Technologie der Rennanzüge sei fast so schnell vorangeschritten wie die Entwicklung der Autos selbst.
Speziell die Angst vor dem Feuer spielte in der Entwicklung der Rennanzüge eine maßgebliche Bedeutung. Über der feuerfesten Unterwäsche ist daher auch der Rennanzug aus nicht entflammbarem Material.
Hersteller von Motorsport-Overalls, müssen dabei den Spagat zwischen Sicherheit und Komfort für den Fahrer so gut wie möglich meistern. Für Hitzerennen wie in Malaysia, wo im Cockpit mehr als 70 Grad herrschen kann, benötigen die Fahrer so viel Luftdurchlässigkeit wie möglich.
Da der Komfort bei den langen Rennen so hoch wie möglich sein soll, sind die Rennoveralls Maßanfertigungen für die einzelnen Fahrer. Bei der Herstellung der Anzüge spielt eine Faser eine wichtige Rolle, die überwiegend aus Aramidfiber besteht, dem Grundstoff für Kohlefaser.
Flexible Elemente im Bereich der Schultern ermöglichen dem Fahrer eine maximale Bewegungsfreiheit, der ja am Lenkrad drehen muss, gleichzeitig liegt der Anzug aber auch möglichst eng an. Das unterscheidet moderne Formel-1-Anzüge auch optisch deutlich von herkömmlichen Rennoveralls, wie sie beispielsweise auch auf Kartbahnen zum Verleih bereitstehen.
Auch die Boxencrew trägt übrigens wegen des Risikos von Feuerunfällen Overalls.




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