
Blutspende
Wir sind Helden
Ein Unfall auf der Landstraße. Ein junger Mann ist schwer verletzt. Ein Krankenwagen ist am Ort. Der Rettungshubschrauber im Anflug. Um das Leben des Verunglückten zu retten und seinen hohen Blutverlust auszugleichen, bereitet der Notarzt ihn bereits für eine Bluttransfusion vor. Ohne Blutspenden könnte dem jungen Mann vermutlich nicht mehr geholfen werden. "Wir sind Helden" lautet daher die Botschaft eines Infopaketes, das junge Menschen zum Blutspenden aufruft.Blutspender sind Lebensretter. Denn Blut ist durch nichts zu ersetzen. Es kann nur vom Körper selbst gebildet werden und ist nur begrenzt haltbar. Und bei Operationen oder nach Unfällen wird oft Blut gebraucht, um Menschenleben zu retten. "Macht alle mit. Jeder von uns kann einmal auf eine Blutspende angewiesen sein", fordert daher Schauspielerin und Sängerin Jeanette Biedermann zum Blutspenden auf. Die 27-Jährige ist Botschafterin des größten Blutspendedienst in Deutschland, des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).
Blut spenden kann jeder von 18 bis 68 Jahren. Weil sich der Altersaufbau der Bevölkerung verändert, wird die Arbeit der Blutspendedienste immer schwieriger. Immer mehr Menschen scheiden aufgrund ihres Alters aus und immer weniger junge Blutspender wachsen nach. Die Blutspendedienste rufen daher auf: Jeder, der alt genug und gesund ist, sollte Blut spenden. Zunächst für andere Menschen, letztlich aber auch für sich selbst. Denn etwa bei einem Verkehrsunfall kann jeder schnell selbst betroffen sein und eine Bluttransfusion benötigen.
Jährlich werden deutschlandweit mehr als 40.000 Blutspendeaktionen durchgeführt. Dabei sind über 200.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Einsatz. Mehrere Tausend Ärzte, Chemiker, Biologen und ärztliche Mitarbeiter des DRK arbeiten hauptberuflich in der Blutversorgung.
Blutspenden ist ganz einfach. Nach der Anmeldung mit Personalausweis oder Blutspenderpass muss zunächst ein Fragebogen zur gesundheitlichen Vorgeschichte ausgefüllt werden. Dann wird der Wert des Hämoglobins (so heißt der rote Blutfarbstoff) bestimmt. Ein winziges Bluttröpfchen aus der Fingerkuppe oder dem Ohrläppchen reicht dafür aus. Schließlich untersucht ein Arzt den Spender oder die Spenderin. Bei der Blutspende werden zirka 500 ml Blut entnommen.
Nach etwa 7 bis 10 Minuten ist der Spendenvorgang beendet. Aber die Spender sollten sich auf alle Fälle mindestens noch etwa zehn Minuten ausruhen. Anschließend gibt es im Imbissraum eine kleine Stärkung für die Spender. Cola und Tee sind besonders beliebte Getränke bei Blutspendern, da sie den Kreislauf anregen. Viel Trinken hilft, die gespendete Blutflüssigkeit schnell zu ersetzen. Allerdings sollte man innerhalb der ersten Stunde auf Alkohol und ebenso auf Zigaretten verzichten.




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