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Augen-Check

Tests für den richtigen Durchblick

Verkehrsteilnehmer müssen in kurzer Zeit eine Vielzahl von Informationen verarbeiten. Den größten Teil der Informationen nimmt das Augen auf. Herrschen ungünstige Lichtverhältnisse, wird es schwierig, die nötigen Informationen rechtzeitig wahrzunehmen und richtig zu reagieren. Umso wichtiger ist es, gut zu sehen, um die Information schnell verarbeiten zu können.

Junge Menschen haben in der Regel das beste Sehvermögen. Doch auch ihr Sehvermögen kann sich allmählich verschlechtern. Dieser schleichende Prozess ist den Betroffenen zunächst oft gar nicht bewusst.

Kopfschmerzen und Verspannungen können eine Folge davon sein, dass eine leichte Sehschwäche die Augen anstrengt. Laut einer Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen sind Autofahrer mit Sehschwächen überdurchschnittlich oft in Unfälle verwickelt. Nach einer Schätzung des Berufsverbandes der Augenärzte sind rund 300.000 Unfälle jedes Jahr auf schlechtes Sehen zurückzuführen.

Menschen, die sich im Straßenverkehr bewegen, sollten regelmäßig ihre Augen untersuchen lassen. Aber schon mit einem einfachen Test können Autofahrer herausfinden, ob sie gut genug sehen: Wer die Beschriftung von Autobahn-Abfahrtsschildern aus 100 Metern Entfernung lesen kann, sieht gut genug. Wer das nicht schafft, sollte seine Augen überprüfen lassen. Denn schon bei einer unkorrigierten Fehlsichtigkeit von nur einer Dioptrie wird die Beschriftung erst aus einer Distanz von 25 Metern erkannt. Optimale Sehschärfe ist bei Nachtfahrten besonders wichtig. Denn die Sehschärfe fällt in der Dämmerung auf ungefähr die Hälfte und in der Dunkelheit auf zehn Prozent der Tagessehschärfe ab.

Die vielfach angebotenen Sehtest-Aktionen, zum Beispiel von Optikern, greifen aus Sicht der Augenärzte in vielen Fällen zu kurz. Denn sie überprüfen nur die Sehschärfe. Der Augenarzt hingegen untersucht neben der allgemeinen Sehschärfe auch das für Autofahrer besonders wichtige Gesichtsfeld. Das Dämmerungssehen, die Fähigkeit, Kontraste wahrzunehmen, die Blendempfindlichkeit und das Farbensehen kann der Augenarzt ebenfalls testen. Wichtig ist, dass der Augenarzt zusätzlich das Auge untersucht und damit auch Augenkrankheiten ausschließen kann.

Mit einer optimalen Sehhilfe – egal ob Brille oder Kontaktlinsen – gelingt die Orientierung im Straßenverkehr viel besser. Allerdings sollten Autofahrer, die Kontaktlinsen tragen, immer eine Ersatzbrille im Handschuhfach dabeihaben. Treten während der Fahrt Reizungen auf, die es notwendig machen, die Linsen herauszunehmen, zum Beispiel bei trockenen Augen, kann der Fahrer seine Reise trotzdem sicher fortsetzen.
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