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MPU

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Der Weg zurück zum Führerschein

Für Sebastian R. war das vergangene Jahr nicht einfach. Nachdem er wegen einer Autofahrt unter Drogeneinfluss seinen Führerschein abgeben musste, verlor er seinen Job und hatte viel Zeit, über sich und seine Situation nachzudenken. Denn für seinen Führerschein muss er sich einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) unterziehen. Er soll nachweisen, dass er (wieder) geeignet ist, ein Fahrzeug zu führen. Aber wie läuft so ein Test ab?


Laut Bundesanstalt für Straßenwesen mussten 2007 mehr als 18.200 Verkehrsteilnehmer allein wegen Drogen- und Medikamentenmissbrauchs zur MPU. Wenn begründete Zweifel an der Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen bestehen, fordert das zuständige Straßenverkehrsamt eine medizinisch-psychologische Untersuchung, bevor die Fahrerlaubnis neu erteilt wird. Das medizinisch-psychologische Gutachten gibt also die Chance, die Bedenken, gegen die Eignung auszuräumen.

Die häufigsten Gründe für den Zweifel an dieser Eignung sind

  • eine Trunkenheitsfahrt mit mehr als 1,6 Promille,

  • zwei Trunkenheits- und/oder Drogenfahrten,

  • Auffälligkeiten im Zusammenhang mit Drogen,

  • 18 Punkte und mehr in Flensburg und

  • Kombinationen aus Trunkenheitsfahrt und zu vielen Punkten.

  • Aber auch bei bestimmten Straftaten oder Erkrankungen kann das Straßenverkehrsamt eine MPU fordern.

    Sebastian R. hat sich auf seine MPU gut vorbereitet: Nicht nur, dass er seit der Drogenfahrt die Finger von Haschisch und anderen illegalen Drogen gelassen hat. In einem Vorgespräch mit einem erfahrenen Verkehrspsychologen hat er seine spezielle Situation besprochen und Tipps erhalten, wie er seine Chance auf eine erfolgreiche Begutachtung verbessern kann und, dass dazu auch der Beweis der Drogenfreiheit durch besondere Drogentests nötig ist.

    In seiner MPU soll Sebastian R. die Gelegenheit, seine persönliche Vorgeschichte, seine heutige Situation und die Veränderungen in seinem Leben darzustellen. Unabhängige Verkehrsmediziner und -psychologen führen die Untersuchungen als neutrale Gutachter durch. Die Untersuchung besteht aus einem medizinischen und einem psychologischen Teil. Zusätzlich werden mit einem Test am Computer Konzentration und Reaktion geprüft.

    Nach rund vier Stunden ist alles gut gelaufen: Sebastian R. wird sein erfolgreiches, positives Gutachten bei der Führerscheinstelle einreichen und kann eine neue Fahrerlaubnis erhalten.
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