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Handy

Notruf

Niemals von sich aus auflegen

Im Notfall zählt jede Minute. Auch nach einem Verkehrsunfall kann wertvolle Zeit verloren gehen, wenn Ersthelfer über 112 die Rettungskräfte verständigen, aber in der Rettungsleitstelle nicht alle wichtigen Informationen ankommen. Fünf "Ws" sind beim Notruf wichtig – entscheidend ist das fünfte W: Warten bis der Mitarbeiter in der Notfallzentrale das Gespräch beendet.


Unfallhelfer stehen unter Stress. "Was muss ich als erstes tun? Wie mache ich es richtig?" Viele Fragen gehen in dieser Situation durch den Kopf. Der Körper schüttet das Stresshormon Adrenalin aus. Der Pulsschlag beschleunigt sich. Da ist es nicht verwunderlich, wenn einem auch bei einfachen Dingen wie dem richtigen Notruf Fehler passieren. Um die notwendigen Einsatzkräfte loszuschicken und so die Rettungskette voranzutreiben, muss die Leitstelle wissen: Wo ist was passiert, wie viele Verletzte gibt es und, falls zu erkennen, um welche Art Verletzung handelt es sich.

Wenn man in der Aufregung etwas vergisst, ist das nicht schlimm, solange man nicht von sich aus auflegt. "Der Mitarbeiter in der Notfallzentrale wird in jedem Fall weiter fragen, bis er alle notwendigen Informationen bekommen hat", betont Leander Strate vom Fachbereich Einsatzdienste der Johanniter-Unfall-Hilfe. "Aber das kann er nur, wenn der Anrufer noch in der Leitung ist. Also bei einem Notruf niemals von sich aus auflegen."

Wer zu einem Unfall kommt, sollte unbedingt zunächst die Unfallstelle absichern, um die Helfer und die Verunglückten zu schützen und andere Verkehrsteilnehmer zu warnen. Besonders nachts oder bei schlechtem Wetter sollte man als Erstes die Warnweste überziehen und dann das Warndreieck aufstellen. Das Warndreieck sollte in mindestens 100 Meter Entfernung vor dem Unfallort aufgestellt werden, auf Autobahnen oder unübersichtlichen Strecken sogar noch weiter im Vorfeld.
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