Kooperatives Studium

Auto studieren und Geld verdienen

Viele Studenten müssen nebenher Geld verdienen. Andere werden quasi fürs Studieren bezahlt. "Kooperatives Studium" heißt das Zauberwort. Gerade im Bereich "Automotive/ Fahrzeugtechnik" bieten sich so viele Einstiegsmöglichkeiten in ein finanziell abgesichertes Studium und ein vielseitiges Arbeitsfeld.


Das kooperative Studium verbindet Theorie und Praxis sinnvoll miteinander. Praktika in einer Ausbildungsfirma ergänzen in den Semesterferien das Studium an einer Hoch- oder Fachhochschule. Der Ausbildungsvertrag mit dem Unternehmen macht Studentinnen und Studenten durch ein Stipendium finanziell unabhängig. In der Regel schreiben die Studenten im letzten der sechs Semester auch die Bachelorarbeit im jeweiligen Unternehmen und werden dort tatkräftig unterstützt. Je nach Hochschule erreichen die Absolventen den Abschluss als "Bachelor of Engineering" oder "Bachelor of Science".

Trotz aller Krisen ist die Automobil- und Automobilzulieferindustrie ein Bereich in dem der Bedarf an qualifizierten Fachkräften in den nächsten Jahren weiter steigen wird. Der Studiengang "Automotive" wurde in enger Abstimmung mit den Industrieunternehmen entwickelt, mit denen die Studenten auch den Ausbildungsvertrag abschließen. Studienvoraussetzung sind die allgemeine Hochschulreife bzw. Fachhochschulreife, gute Englischkenntnisse und gute Kenntnisse in Mathematik und Physik. Für die Unternehmen spielt es zudem eine wichtige Rolle, ob die Bewerber ihren Wehr- oder Zivildienst bereits absolviert haben bzw. für die Dauer des Studiums zurückgestellt sind.

Wer sich für den Studiengang "Automotive" interessiert, sollte sich zunächst einmal auf die Suche nach Unternehmen machen, die das Modell des kooperativen Studiums mittragen. Zu ihnen gehören beispielsweise die Peugeot Deutschland GmbH und der Zulieferer Hella. Bei dem Licht- und Elektronikspezialisten werden Bewerbungen für das kommende Jahr ab Mai/Juni angenommen.

Die Firmen versprechen sich von der vertraglich mit der jeweiligen Hochschule vereinbarten Kooperation kreative und fachlich optimal vorbereitete Nachwuchsingenieure. „Qualifizierte Studienabgänger aus dem Fachbereich Maschinenbau zu finden, ist heute schwierig“, erläutert Manfred Dezes, Direktor Teile und Service von Peugeot Deutschland. Diese Einschätzung deckt sich mit einer Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) unter 330 Betrieben aller Branchen. 80 Prozent der Befragten erwarten für die nächsten fünf bis zehn Jahre einen gravierenden Mangel an Ingenieuren. Die Anforderungen an den Beruf werden künftig noch komplexer, die praxisorientierte Ausbildung wichtiger.

In den ersten drei Semestern des Studiums stehen die Grundlagenfächer aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Physik und Ingenieurwissenschaften im Mittelpunkt. Danach besteht die Möglichkeit zur Spezialisierung in den Studienrichtungen Produktionstechnik bzw. Automobiltechnik.

Für die Studenten bedeuten die Praktika sowohl die Chance, das Berufsfeld, Unternehmensabläufe und -strukturen kennen zu lernen, als auch, erste Kontakte zu Kollegen zu knüpfen, die den Übergang in ein festes Anstellungsverhältnis erleichtern. Der kooperative Studiengang "Automotive" wird beispielsweise an der Fachhochschule Soest und der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes angeboten. Aber auch an anderen Hochschulen gibt es ähnliche Kooperationen. In Bayern heißt das kooperative Modell beispielsweise "Hochschule dual". Auch hier bestehen mit vielen Unternehmen und in unterschiedlichen Studienfächern Vereinbarungen über die Zusammenarbeit.

Mehr zum Studiengang "Automotive" und zum kooperativen Studium:

  • www.htw-saarland.de

  • www.hella.com

  • www.hochschule-dual.de

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