
Schonen und warten
Wie Reifen länger leben
Sie bringen die Antriebs- und Bremswirkung auf die Straße. Sie sorgen dafür, dass das Fahrzeug in seiner Spur bleibt, ob auf gerader Strecke oder in Kurven. Reifen kommt beim Thema Sicherheit eine große Bedeutung zu. Umso wichtiger ist es, mit ihnen pfleglich umzugehen.Hohe, scharfkantige Bordsteine sind Gift für den Autoreifen. Wird ein Reifen schnell schräg über einen hohen Bordstein gefahren, brechen die so genannten Karkassenfäden im Reifen oder sie werden geknickt. Auch wenn das Rad auf den ersten Blick unverletzt erscheint, kann er im Inneren schon beschädigt sein. Bei der nächsten Fahrt auf der Autobahn mit hoher Geschwindigkeit, bei der sich der gesamte Reifen erwärmt, können die vorbelasteten Fäden endgültig versagen: Es bildet sich eine Beule und kommt zum Reifenplatzer. Bordsteine daher am besten im rechten Winkel anfahren und vor allem langsam drüberrollen.
Auch wer beim Parken am Bordstein entlangschrammt, die Reifen einquetscht oder teilweise auf einer Kante abstellt, verringert ihre Lebensdauer. Ein prüfender Blick nach dem Aussteigen kann sich lohnen.
Risse sind ein Zeichen der übermäßigen Sonnenbestrahlung, Beanspruchung oder des Alters. In diesen Fällen sollte man sich lieber von einem Fachmann beraten lassen.
Manchmal stecken Nägel, Schrauben, spitze Steine oder Scherben im Reifen, die zu schleichendem Luftverlust führen können. Auch hier sollte man die Werkstatt aufsuchen.
Reifen leben länger, wenn die Fahrer einige Regeln beachten:
- nicht schräg und nur langsam über Bordsteinkanten fahren,
- beim Parken nicht an der Kante einquetschen,
- regelmäßig den Luftdruck checken (auch beim Ersatzreifen)
- bei voller Zuladung Reifendruck um 0,2 bar erhöhen,
- regelmäßig auf Abnutzung, Risse oder eingefahrene Teile wie Nägel untersuchen,
- beim Reifenwechsel die besseren hinten und gut erhaltene Hinterräder vorne montieren.
Wichtig ist es auch, regelmäßig (z.B. einmal im Monat) den Luftdruck im Reifen zu prüfen. Das sollte jeweils im kalten Zustand geschehen, also nach maximal zwei bis drei Kilometern mit mäßiger Geschwindigkeit. Der richtige Luftdruck ist im Handbuch des Fahrzeugherstellers oder auf dem Reifenaufkleber (aufgebracht an der Türkante des Fahrzeugs, am Türrahmen, im Handschuhfach oder an der Tankklappe) zu finden. Während der Fahrt erwärmen sich die Reifen und der Luftdruck kann sich laut Herstellerangaben um über 20 Prozent erhöhen.
Übrigens: Damit neue Reifen auf der Straße richtig greifen, muss erst die Laufoberfläche ordentlich angeraut werden. Deshalb sollten die ersten 200 bis 300 Kilometer eher mit mittlerer Geschwindigkeit zurückgelegt werden.




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