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Typ sitzt auf dem Boden und denkt nach

Motivationstraining - selfmade -

Null Bock?!

Einen Durchhänger hat jeder mal. Es gibt nun einmal Phasen, in denen man sich zu nichts wirklich aufraffen kann, schon gar nicht zum lernen oder andere unliebsame Arbeit zu erledigen. Erstaunlich aber wahr: Wenn man sich dann doch zusammenreißt und die Dinge anpackt, wird es meistens besser. Dazu musst du allerdings deinen inneren Schweinehund erfolgreich überlisten. Wir helfen dabei.



Lass dich nicht hängen!


Motivationstraining. Das klingt nach gemeinsamen Gruppenspielen, bei denen der Teamgeist gestärkt wird. Dann findet man bei der Meditationsrunde die innere Mitte, entwickelt noch rasch eine Vision und bekommt eine Kraftformel für positives Denken mitgeteilt, die aus Pessimisten und Langweilern erfolgreiche und motivierte Überflieger macht. Ganz falsch. So geht´s wirklich:

Land unter und keine Rettung in Sicht


„Alles Scheiße. Ich schaff das nie. Alles voll ätzend!“ Hey, komm mal wieder runter. Mach dir klar: Es ist eine Phase! Und so was kommt vor. Akzeptier einfach, dass es im Moment nicht so gut läuft. Denn: Es geht auch wieder bergauf. Ganz bestimmt. Also, Zähne zusammenbeißen, Kopf hoch, wenn der Hals auch dreckig ist und nach vorne sehen. Versuche den Kopf frei zu bekommen für die folgenden "Übungen".

Trenne wichtiges von unwichtigem.


Liegt dein Durchhänger daran, dass du schlicht den Wald vor Bäumen nicht siehst? Keine Orientierung hast, wo anzufangen ist? Dann schreib einfach mal auf, was alles ansteht. Und dann schau dir die Liste an und entscheide: Wichtig oder nicht? Dringend oder nicht? So kannst du besser strukturieren, womit du anfängst. Unwichtige Dinge, die nicht dringlich sind, kannst du gleich streichen. Sich um sie Gedanken zu machen bindet nur unnötig Energie. Also: Knallhart Prioritäten setzen.

Salamitaktik: Ein Schritt nach dem anderen


Nun weißt du also, was am wichtigsten ist und womit du anfangen solltest. Und stehst vor dem nächsten Problem: Selbst diese Aufgabe ist einfach viiiiel zu gewaltig. Motivationstipp: Unterteile die eine große Aufgabe in mehrere kleine Häppchen und setze dir realistische (!) Termine, zu denen diese Teilaufgaben erledigt sein müssen. So hast du auf dem Weg zum eigentlich Ziel viele kleine Erfolgserlebnisse, die dich motivieren, weiter zu machen. Die Salamitaktik kannst du immer einsetzen. Zum Beispiel für eine Hausarbeit, ein eigenes Projekt im Betrieb oder auch nur die Planung einer riesigen Fete.

Wichtig ist nur, dass deine Zeitplanung für die Erreichung der Teilziele realistisch ist, sonst ziehst du dich selbst runter, wenn du einen Termin nach dem anderen nicht einhalten kannst. Und nicht vergessen: Wer immer mal wieder kleine Erfolge hat und im Hinterkopf ein Ziel, für das sich all die Plackerei lohnt, der behält seine Motivation.

Geh tanzen!


Oder ins Kino oder tu irgendetwas, das dir Spaß macht. Belohne dich für jedes Teilziel, das du erreicht hast. Mach jedes Mal irgendetwas Schönes, auf das du dich freuen kannst.

Quäl dich, du Sau!


Für manche ist die Belohnungstaktik jedoch nicht geeignet. Du wirst selbst wissen, ob du zu ihnen gehörst. Untrügliches Anzeichen: Die Belohnungen werden Bestandteil deiner Vermeidungstaktik. In dem Fall hilft Druck (aber nur solange er nicht in Stress ausartet).
Wenn von außen kein Druck kommt, musst du selbst für dafür sorgen: Erzähle anderen von deinen Plänen. Als „Verbündete“ such dir möglichst solche Leute, die oft nachfragen, wie weit du schon bist. Zusätzlich gibt es für dich „Strafen“ statt Belohnungen, wenn du wieder einen selbst gesetzten Termin nicht eingehalten hast.
Du kannst Druck auch so ausüben, indem du jemanden bittest, den Job mit dir gemeinsam zu erledigen. Entweder gemeinsam als Lerngruppe, der andere als dein „Trainer“ oder wie auch immer es am besten passt.

Bestandsaufnahme


Sag mal, warum hast du eigentlich keinen Bock? Einfach so generell, weil das Wetter gerade eklig ist und außerdem dein Schatz rumzickt, oder gibt es konkrete Anlässe?
Mach doch mal eine Liste. Auf die eine Seite schreibst du die Situation, so wie sie gerade ist. Und auf die andere Seite, so wie du sie gerne hättest. Was fehlt, damit dir der Job oder die Lernerei wieder einigermaßen Spaß machen? Und dann überleg dir, wie du da hinkommst und wer oder was dir dabei helfen könnten.

Hier ein paar allgemeine Ideen:

Arbeit oder Lernstoff, die Spaß machen und dich interessieren, erledigen sich fast von selbst. Kennst du auch? Also denk nach: Was macht dir besonderen Spaß an der Arbeit? Was ist an dem Thema, das du für die Schule oder Uni beackern musst, interessant?
Finde die positiven Punkte – und sei sicher, es gibt immer welche. Egal was es ist, es sind deine persönlichen Motivatoren. Und die gilt es, zu verstärken. Das heißt, du kannst bei jeder Aufgabe, die vor dir liegt, versuchen, diesen positiven Aspekten mehr Bedeutung zu schenken. Think positive!

Und was nervt dich besonders, was zieht dich runter? Warum gehen dir einige Arbeiten nur schwer von der Hand? Woher kommt dein Frust?
Versuche herauszufinden, was die Ursachen sind und überlege, ob es Gegenmaßnahmen gibt. Vielleicht musst du dazu auch mit Kollegen, Lehrern oder deinem Ausbilder sprechen, beispielsweise wenn es darum geht, dass die Arbeitsbedingungen verbessert werden sollten (z.B. bequemerer Stuhl, bessere Beleuchtung) oder du dir für deine Arbeit mehr Anerkennung wünschst. Ein ehrliches Lob kann nämlich Wunder wirken. Wissen nur leider viele Chefs nicht. Muss man ihnen deshalb manchmal freundlich sagen. Aber bitte ohne auf die Tränendrüse zu drücken.

Merkst du was? Motivationstraining hat nichts mit überdrehten Typen zu tun, die mit Elan und „Tschaka, wir schaffen das!“-Gebrüll durch Büroetagen, Werkshallen, Schulflure und Wohnheime springen. Die beste und wirksamste Motivationsspritze kann dir kein Trainer verpassen sondern nur du selbst.


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Zusatzinfos:


Motivation mal aus der Sicht von Fachleuten:
www.stangl-taller.at
Lernmotivation

Lernfrust? Pädagogen haben ein Mittel dagegen! Denn Lernen will gelernt sein.
www.ni.schule.de
www.boyng.de

Schulfrust? Auch dagegen gibt es gute Tipps!
www.youngmiss.de
www.juppidu.de

Motivation ist vor allem Chefsache. Kennt wahrscheinlich jeder: Wenn der Chef oder der Lehrer es verstehen, für eine Sache zu begeistern, macht die Arbeit und sogar das Lernen Spaß. Wie´s gehen kann, sagt dir dieser Artikel:
www.zeitzuleben.de

Selbstmotivation ist erlernbar - hier ein paar Anleitungen.
www.boyng.de
www.andreas-schwope.de
www.zeitzuleben.de




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