Kleiner Job-Knigge
Ein paar Benimm-Regeln, die immer gut ankommen
Sei höflich.
Bitte, Danke, Guten Tag und Auf Wiedersehen ist das allermindeste, was der Anstand verlangt. Und zwar jedem gegenüber: deinen Vorgesetzten genauso wie dem Hausmeister und der Putzfrau.
Achte die Privatsphäre der anderen.
Kram nicht auf ihren Schreibtischen rum, lies nicht ihre Post oder Mails und dräng dich nicht auf.
Grüß Gott
Wenn du einen Aufzug betrittst grüße die anderen darin und verabschiede dich, wenn du den Fahrstuhl verlässt. Du musst dich nicht unterhalten, wenn du nicht möchtest. Ist der Fahrstuhl voll und stehst du an der Tür: Trete hinaus, um andere vorbei zu lassen, wenn sie aussteigen möchten. Kommt jemand in den Aufzug, in dem du bereits bist: Grüße höflich zurück und biete an, den Knopf für das Stockwerk zu drücken, in dem er aussteigen möchte. Das ist dann echt formvollendet.
Die Regeln, wer wen zuerst begrüßt und welche Ausnahmen es gibt, ersparen wir uns an dieser Stelle, da du als Azubi oder Berufsanfänger wahrscheinlich selten in die Verlegenheit kommen wirst, eine größere Runde wichtiger Geschäftskunden einander vorzustellen. Wenn es dich aber interessiert, kannst du es hier nachlesen.
Bei Einladungen zum Umtrunk:
Ein Kollege hat zum Umtrunk eingeladen. Wenn du nicht hingehen möchtest, entschuldige dich für dein Fernbleiben. Gehst du hin: Belass es bei einem Glas Sekt (wenn es denn welchen geben sollte). Auch wenn du es nicht merkst: Du stehst unter Beobachtung und es wird durchaus registriert, wenn du über den Durst trinkst oder gnadenlos die kalten Platten leer isst. Wenn du gehst, verabschiede dich kurz vom Gastgeber und bedanke dich.
Was für den Umtrunk gilt, gilt im Grunde auch für Betriebsfeiern.
Beim Geschäftsessen mit Kunden:
Immer schön diskret bleiben. Nicht mehr bestellen als die anderen, aber auch nicht weniger. Wenn alle eine Vorspeise nehmen, nimmst du auch eine, selbst, wenn du weißt, dass du das Hauptgericht dann nicht aufessen kannst. Bestellt niemand einen Nachtisch, lässt du es ebenfalls sein, so lecker sich Créme brulée und Topfenpalatschinken auch anhören mögen.
Anders beim Alkohol: Wird eine Flasche Wein bestellt, ist es durchaus in Ordnung, darauf zu verzichten, ein Glas eingeschenkt zu bekommen. Nur andersrum funktioniert es nicht: Als Einziger etwas Alkoholisches zu bestellen ist ein NO NO.
Weitere Fettnäpfchen beim Essen:
- du machst den Brotkorb leer, bevor die Vorspeise kommt
- du schmierst die ganze Scheibe Brot ein. Richtig ist es so: Mit dem Messer etwas Butter (oder anderen Aufstrich, was es halt so gibt) auf den eigenen Teller geben und von dort portionsweise auf die Brotscheibe streichen, immer grad soviel du dann abbeißt
- du zerschneidest die Spaghetti. Die dreht man mit Löffel und Gabel (wobei dann die Gabel zum Mund geführt wird, nicht der Löffel)
- du zermanschst deine Kartoffeln und die Soße zu einem Brei. So lecker das sein mag – so unappetitlich sieht es aus
- Du fasst die Weingläser nicht am Stiel sondern am Kelch an. Macht man einfach nicht, warum auch immer. Gläser benutzt man übrigens von rechts nach links, das Wasserglas steht ganz rechts
- Du stützt dich beim Essen mit den Ellenbogen auf
- Du legst dein benutztes Besteck neben den Teller.
- Besteck benutzt man übrigens von außen nach innen, für jeden Gang gibt es eigenes Besteck. Fällt dir was herunter: Mach kein Aufhebens darum und klettere nicht unter den Tisch, sondern bitte den Kellner, ein neues Besteck zu bringen.




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